Geleitwort zum Mai und Pfingsten

Liebe Gemeindeglieder, Gäste, liebe Schwestern und Brüder,

Ende Mai feiern wir das Hohe Pfingstfest: Das Fest des Heiligen Geistes, ein Fest, das leise beginnt und doch die Welt verändert.

Damals saßen die Jünger beieinander, verunsichert und voller Fragen. Die Türen waren verschlossen, die Zukunft unklar. Und mitten hinein in diese Angst geschieht das Unerwartete: Gottes Geist kommt – wie ein Brausen, wie ein Feuer, wie ein Aufbruch.

Die Apostelgeschichte erzählt davon, wie aus ängstlichen Menschen mutige Zeugen wurden. Nicht aus eigener Kraft, sondern durch den Geist Gottes. Vielleicht kennen wir solche Momente auch heute: Situationen, in denen wir uns klein fühlen, unsicher, sprachlos. Die Welt scheint laut, schnell und oft auch beängstigend.

Und doch ist Pfingsten kein Ereignis von damals. Es ist eine Einladung für heute. Gottes Geist will auch uns bewegen, ermutigen, verändern. Ein Hauch von Mitmenschlichkeit, ein Funke Güte. Vielleicht genau dort wirkt Gottes Geist.

Pfingsten geschieht nicht nur im großen Brausen. Es geschieht im Alltag, im Mut zum Guten, im offenen Wort, im aufmerksamen Zuhören. Der Geist Gottes schenkt keine fertigen Antworten. Aber er schenkt die Kraft, neue Wege zu gehen.

So lädt uns Pfingsten ein: Lasst euch bewegen. Lasst euch entzünden. Lasst euch senden. Denn Gottes Geist weht, wo er will – auch heute, auch hier, auch in uns.

Ökumenisches Familienfest

Herzliche Einladung an alle Gemeindemitglieder und Familien zu ökumenischen Familienfest in der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde Prag am Samstag, 25. April ab 15 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum!

Freut euch auf Begegnung, Gemeinschaft, Spiel und gute Gespräche für Groß und Klein.

Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

Ostern

Mit der feierlichen Osternacht hat unsere Gemeinde das Fest der Auferstehung begonnen. Im Licht der neuen Osterkerze wird sichtbar: Christus hat den Tod überwunden, Gottes Licht erhellt unsere Dunkelheit und schenkt Hoffnung für unser Leben. Die Osterkerze erinnert uns daran, dass Gott immer wieder neues Leben wachsen lässt und uns in seinem Licht begleitet.

Am Ostersonntag kamen wir im festlichen Gottesdienst zusammen, in dem auch die mitgebrachten Speisen gesegnet wurden: ein schönes Zeichen der Dankbarkeit und der österlichen Freude im gemeinsamen Feiern. Besonders die Kinder durften sich anschließend über eine kleine Osterhasenüberraschung im Garten freuen.

Karfreitag

Am Karfreitag versammelt sich unsere Gemeinde in Stille vor dem Kreuz, der Altar leer, die Kirche ohne Schmuck. Wir gedenken in der Passionslesung des Leidens und Sterbens Jesu Christi, der aus Liebe zu den Menschen den Weg bis ans Kreuz gegangen ist. Im Kreuz erkennen wir nicht nur das Zeichen des Leidens, sondern auch das Zeichen der Hoffnung: Gottes Liebe ist stärker als Schuld, Angst und Tod.

Der geöffnete, leere Tabernakel am Hochaltar erinnert an die Tiefe dieses Tages. Christus ist den Weg des Leidens gegangen, er hat sich ganz hingegeben. Die Kirche verharrt in Stille und Erwartung: im Vertrauen darauf, dass Gott auch in der Dunkelheit gegenwärtig ist.

So bleiben wir im Gebet verbunden und schauen auf das Kreuz, das uns durch die Trauer dieses Tages hindurch schon auf das Licht von Ostern hinweist.

Gründonnerstag

Am Gründonnerstag laden wir um 18:30 Uhr herzlich zur Feier des letzten Abendmahls ein. In dieser Eucharistie erinnern wir uns daran, dass Jesus Christus sich in Brot und Wein schenkt und seine bleibende Gegenwart in unserer Gemeinschaft verheißt. Zugleich denken wir an die Fußwaschung, durch die Jesus uns den Auftrag zur Liebe und zum Dienst am Nächsten gegeben hat.

Im Anschluss an die Messe sind alle zur Agape im Garten eingeladen: einer einfachen gemeinsamen Mahlzeit, die an die Tischgemeinschaft Jesu mit seinen Jüngern erinnert und die Verbundenheit in unserer Gemeinde stärkt. Danach halten wir bei der Ölbergwache inne: In Stille und Gebet begleiten wir Jesus in seiner Stunde der Angst im Garten Getsemani und vertrauen ihm unsere Sorgen und Bitten an.

Palmsonntag in unserer Pfarrei

Mit einer feierlichen Prozession haben wir in unserer Pfarrei den Palmsonntag begangen und damit die Karwoche eröffnet. Mit bunt geschmückten Palmbuschen und Zweigen versammelten sich Kinder, Familien und Gemeindemitglieder, um an den Einzug Jesu in Jerusalem zu erinnern. Die farbenfrohen Bänder an den Zweigen brachten die Freude über die Nähe Gottes zum Ausdruck, ein Hosianna-Ruf, der jedoch auch schnell verhallen wird. So beginnt die Heilige Woche mit einem Zeichen der Hoffnung: Christus kommt zu den Menschen, auch heute. Möge uns sein Weg durch die Karwoche begleiten und unsere Herzen öffnen für die Freude von Ostern. Wir laden herzlich ein, auch die kommenden Gottesdienste gemeinsam mitzufeiern.

Geleitwort zum April und Ostern

Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt. Denn »alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Herrlichkeit wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt und die Blume abgefallen; (1. Petrus 1,23-24).

Zu Ostern hören wir von einer Verwandlung, die wir noch gar nicht fassen können: „Wiedergeboren“ „zu einer lebendigen Hoffnung“ sind wir. Das schreibt der Autor des ersten Petrusbriefes. Vor uns liegt eine andere Form unserer selbst: „unvergänglich“, „unbefleckt“, „unverwelklich“.

Die Schönheit natürlicher Prozesse ist dem Verfall unterworfen. Manche Prozesse sind beeindruckend: das fortschreitende Wachstum in Flora und Fauna. Wir Menschen haben in unserem Leben mehr oder weniger eine gleichbleibende Gestalt, aber Verwandlungen durchlaufen wir doch und schauen in stillen Momenten der Erinnerung zurück und fragen uns: Wer bin ich damals gewesen?

Wir sind jetzt wie schöne Gefäße, die jedoch noch zu etwas anderem, noch viel Schönerem werden. Was soll dieses andere sein? Wir wissen es nicht, und wir wissen es tief im Innern doch: Menschen sollen wir sein, die ohne Angst und ohne Mühsal, ohne Schmerz und ohne Gebrechen, ohne Tränen und ohne Gewalt leben und die Gott unmittelbar erfahren als ihre Lebensquelle. „Seligkeit“ nennt das die Bibel. Unvorstellbar, was da werden soll. Wir können es nicht denken, uns nicht ausmalen – aber wir können uns im Glauben darauf freuen!

Gottesdienste zu Ostern

Zu den Feiern der Kar- und Ostertage sind alle Gemeindemitglieder sowie Gäste herzlich eingeladen. Wir freuen uns, diese zentralen Tage unseres Glaubens gemeinsam in der Liturgie zu begehen.

29.03.  11.00 Uhr  Palmsonntag mit Prozession – Zweige und Palmbüsche zur Segnung gerne mitbringen

02.04.  18.30 Uhr  Heilige Messe am Gründonnerstag mit Agape und Ölbergwache

03.04.  14.30 Uhr  Kreuzweg und Karfreitagsliturgie Treffpunkt: St. Ignatz am Karlsplatz

04.04.  20.00 Uhr  Feier der Heiligen Osternacht mit Osterfeuer

05.04.  11.00 Uhr  Hochamt am Ostersonntag mit Speisenweihe

06.04.  11.00 Uhr  Hochamt am Ostermontag

Johannes Nepomuk ist heimgekehrt

Mit großer Freude ist die barocke Holzstatue des heiligen Johannes Nepomuk von Jan Brokoff (1682) nach Restaurierung und Ausstellungszeit wieder in unsere Kirche St. Johannes Nepomuk am Felsen zurückgekehrt. Über viele Generationen hinweg hat sie unseren Hochaltar geprägt und ist ein sichtbares Zeichen unseres Glaubens und unserer Geschichte.

Nun hat der Heilige seinen Platz wieder eingenommen: als geistlicher Mittelpunkt und als wertvolles Zeugnis barocker Kunst.

Ganz zu sehen sein wird die Statue allerdings erst zu Ostern. Derzeit prägt noch die Fasteninstallation von Frau Pauli den Altarraum und lädt in diesen Wochen zur stillen Betrachtung und Besinnung ein.

Mehr Fotos gibt es in unserer Bildergalerie hier.

Kehrt um! Aschermittwoch und Fastenzeit

Mit dem Aschermittwoch beginnt die vierzigtägige Fastenzeit. Sie soll eine Zeit der Besinnung, der Umkehr und der neuen Ausrichtung auf Gott sein. Das Aschenkreuz, das uns auf die Stirn gezeichnet wird, erinnert an unsere Vergänglichkeit, aber zugleich an Gottes barmherzige Nähe.

„Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ Dieser Ruf ist keine Drohung, sondern eine Einladung. Eine Einladung, innezuhalten, Ballast loszulassen und neu zu entdecken, was wirklich trägt.

Die Fastenzeit will uns helfen, bewusster zu leben: achtsamer mit uns selbst, mit unseren Mitmenschen und mit Gott. Vielleicht ist es der richtige Moment, einen neuen Anfang zu wagen: im Gebet, im Verzicht, in einer guten Tat.

Wir laden herzlich ein zu unseren Gottesdiensten und den Angeboten in der kommenden Fastenzeit. Möge dieser Weg uns erneuern und stärken.

Kalender

  • So.
    03
    Mai
    2026

    Heilige Messe am 5. Sonntag der Osterzeit

    11:00St. Johannes Nepomuk am Felsen
  • So.
    10
    Mai
    2026

    Katechese der Erstkommunionkinder

    10:00Kath. Gemeinderaum, Vyšehradská 20
  • So.
    10
    Mai
    2026

    Heilige Messe am 6. Sonntag der Osterzeit mit Kollekte: Sbírka na pomoc pronásledovaným křesťanům

    11:00St. Johannes Nepomuk am Felsen
  • Fr.
    15
    Mai
    2026

    Navalis zu Ehren unseres Patrons Hl. Johannes Nepomuk

    St. Veits-Kathedrale und Karlsbrücke
  • So.
    17
    Mai
    2026

    Heilige Messe am 7. Sonntag der Osterzeit mit Gestaltung des Polizei-Jugendchors Fulda

    11:00St. Johannes Nepomuk am Felsen
  • So.
    17
    Mai
    2026

    Konzert des Bach-Collegiums

    18:00St. Johannes Nepomuk am Felsen
  • So.
    17
    Mai
    2026

    Kreis junger Erwachsener

    19:00St. Johannes Nepomuk am Felsen

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